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Coronavirus-Infektion: Vier Kita-Kinder in Heinsberg mit Coronavirus infiziert

Bei vier Kindern in Nordrhein-Westfalen ist eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Sie gehen in die Kita im Kreis Heinsberg, in der eine an Covid-19 erkrankte Frau als Erzieherin arbeitet. Das teilte der Kreis Heinsberg am Samstag mit. Allen vier Betroffenen gehe es gut

Nach der Infektion eines Mitarbeiters einer Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) mit dem neuartigen Coronavirus bleibt eine Grundschule in Bonn von Montag an für zwei Wochen geschlossen. Die rund 185 Kinder, die die Schule besuchten, würden nun auf Sars-CoV-2 getestet, sagte die Leiterin des Bonner Gesundheitsamtes, Ingrid Heyer. Dazu würden Krisenteams die Familien im Laufe des Samstag zu Hause aufsuchen.

Der 23 Jahre alte OGS-Mitarbeiter zeige nur leichte Symptome und befinde sich in häuslicher Quarantäne, sagte der Ärztliche Direktor der Bonner Uniklinik, Wolfgang Holzgreve. Es handele sich bei dem Erkrankten nicht um einen Lehrer, vielmehr sei der OGS-Mitarbeiter für die Mittagsbetreuung zuständig.

Der junge Mann habe im Kreis Heinsberg Karneval gefeiert und sei dann am Aschermittwoch nach Bonn zurückgekehrt, wo er in der OGS arbeite, schilderte Heyer. Dort habe er Kinder bei den Hausaufgaben betreut. Danach habe er sich schlecht gefühlt und sei am Donnerstag nicht in der Schule gewesen. Er sei zur Uniklinik gefahren, dort sei aber zunächst kein Test vorgenommen worden.

Erst am Freitagnachmittag, als der Mann ein zweites Mal in die Klinik fuhr, sei er positiv auf das Coronavirus getestet worden. Den Klinikmitarbeitern sei zu dem Zeitpunkt nicht bekannt gewesen, dass der Student zuvor Karneval im Kreis Heinsberg gefeiert hatte. Bisher haben viele der Infektionsfälle in Nordrhein-Westfalen einen Bezug zum Kreis Heinsberg, wo auch ein 47-Jähriger feierte, der weiter mit einer schweren Lugenentzündung in der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird.

Verdachts- und Infektionsfälle auch in weiteren deutschen Städten

Vier Verdachtsfälle gibt es Duisburg, wie die dortigen Behörden am Samstag mitteilten. Drei der Betroffenen seien in häuslicher Quarantäne, ein Patient werde in einer Klinik behandelt. Drei der Verdachtsfälle hatten sich demnach zuvor in einem der besonders betroffenen Gebiete in Italien aufgehalten, einer hatte Kontakt zu einem Infizierten im Zusammenhang mit den Fällen im besonders betroffenen Landkreis Heinsberg. Mit Testergebnissen werde im Laufe des späten Nachmittags gerechnet, erklärte die nordrhein-westfälische Stadt Duisburg.

In Aachen und im nahe gelegenen Würselen ist bei drei Personen das Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Es handele sich um eine Frau aus Gangelt im Kreis Heinsberg, die aus anderen Gründen in einer Aachener Klinik behandelt wurde, wie ein Sprecher der Stadt am Samstag mitteilte. Sie sei nun isoliert, alle Kontaktpersonen würden ermittelt. Auch wenn sie aus dem Kreis Heinsberg stamme, gehöre sie nicht zu den bisher von dort gemeldeten Fällen.

In Würselen wurden eine Frau und ihr Sohn positiv getestet. Bei dem Sohn handele es sich um einen Teenager. Er sei Schüler der elften Klasse, sagte ein Sprecher der Städteregion Aachen auf dpa-Anfrage. Weitere Details zu den Personen seien noch nicht bekannt. Aufgrund “des leichten Krankheitsverlaufes” wurden beide nach Hause entlassen. Auch hier würden Kontaktpersonen ausfindig gemacht.

Am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag waren zuvor unter anderem aus Hessen und aus Baden-Württemberg neue Infektionsfälle gemeldet worden; in beiden Fällen zeigten sich nach Angaben der Behörden milde Krankheitszeichen.

Icon: Der Spiegel

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