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Live-Ticker zum Coronavirus: Kuba schickt Ärzteteam nach Italien – RTL Online

22. März 2020 – 9:41 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

Deutschland kämpft gegen die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 – und braucht dabei mehr Tempo. Deshalb hat die Bundesregierung radikale Maßnahmen verhängt, die den Alltag der Bundesbürger extrem einschränken. In ganz Deutschland müssen viele Geschäfte schließen, aber zeitweise auch Restaurants und alle Freizeiteinrichtungen. Und auch auf Urlaubsreisen sollen die Deutschen verzichten. Denn nur wenn die Menschen mehr Abstand zueinander halten, kann die Ausbreitung verlangsamt werden. Im Video erfahren Sie, wie das funktionieren soll und mit dem RTL.de-Liveticker bleiben Sie immer auf dem aktuellen Stand.

Alles, was wir bisher über das Coronavirus wissen, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

TVNOW-Doku: Stunde Null – Wettlauf mit dem Virus

Das Corona-Virus hält Deutschland und den Rest der Welt in Atem. Wie konnte es zur rasanten Verbreitung kommen und was bedeutet der Ausbruch für unseren Alltag? Warum Wissenschaftler schon lange vor dem Ausbruch vor dem Virus gewarnt haben, erfahren Sie in der TVNOW-Doku “Stunde Null – Wettlauf mit dem Virus”.

09:34 Uhr – Großbritannien: Menschen aus Risikogruppen sollen zwölf Wochen zu Hause bleiben

Großbritannien ruft besonders gefährdete Bürger auf, sich für mindestens zwölf Wochen zu Hause abzuschirmen. Die Gesundheitsbehörden wollen dazu im Laufe der Woche etwa 1,5 Millionen Betroffene kontaktieren. Transplantations- und Krebspatienten oder Menschen mit Vorerkrankungen, wie beispielsweise chronischen Lungenleiden, sind besonders gefährdet, wenn sie sich mit dem neuen Coronavirus anstecken. Sie sollen darum zuhause bleiben, um sich selbst zu schützen, riet die britische Regierung.

Corona-Krise in Großbritannien

Die Regierung in Großbritannien fordert alle Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, auf, für die nächsten zwölf Wochen zu Hause zu bleiben.

© dpa, Kirsty Wigglesworth, KW

09:20 Uhr – Indien verhängt Ausgangssperre für über eine Milliarde Menschen

Über eine Milliarde Menschen haben in Indien den Sonntag bei einer landesweiten Ausgangssperre zu Hause verbracht. Premierminister Narendra Modi hatte angesichts der Corona-Krise für das Land eine auf 14 Stunden begrenzte Ausgangssperre von 7:00 bis 21:00 Uhr (Ortszeit) ausgerufen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zugleich sollte die Zeit genutzt werden, Indiens Kapazitäten im Kampf gegen die Pandemie besser einzuschätzen.

“Lasst uns alle Teil dieser Ausgangssperre werden, die zusätzliche gewaltige Kraft im Kampf gegen die Covid-19-Bedrohung verleihen wird”, twitterte Modi kurz vor Beginn der Ausgangssperre. “Die Schritte, die wir jetzt ergreifen, werden uns in Zukunft helfen. Bleiben sie drinnen und gesund.” In Indien sind aktuell 315 Menschen an dem Virus erkrankt, vier Personen sind bisher daran gestorben.

09:14 Uhr – Kuba schickt Ärzteteam nach Italien

Kuba hat ein Ärzteteam nach Italien geschickt, dass die italienischen Kollegen bei ihrem Kampf gegen das Coronavirus unterstützen soll. Die 52 Ärzte und Krankenpfleger sollten in der Lombardei, dem aktuellen Brennpunkt der Corona-Krise, eingesetzt werden, teilte das Gesundheitsministerium in Havanna mit. In Kuba selbst sind nach offiziellen Angaben aktuell 20 Menschen mit dem Virus infiziert, eine Person starb daran. 

8:37 Uhr – Italien schließt gesamte nicht lebenswichtige Produktion

Italien schließt angesichts immer weiter steigender Totenzahlen im Zuge der Coronavirus-Pandemie die gesamte nicht lebensnotwendige Produktion. Davon seien Supermärkte, Banken, Post und Apotheken ausgenommen, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Samstagabend. “Es ist die schwerste Krise für das Land seit dem Zweiten Weltkrieg.” Nun werde jede produktive Tätigkeit eingestellt, “die nicht entscheidend und unerlässlich dafür ist, uns essenzielle Güter und Dienstleistungen zu garantieren”. Diese drastische Maßnahme in der drittgrößten Volkswirtschaft in der Eurozone soll zunächst bis 3. April gelten.

08:26 Uhr – Aktuelle Zahlen: Über 300.000 Infizierte weltweit

In Deutschland haben sich inzwischen über 22.000 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Toten liegt bei 84. 239 Menschen haben sich nach einer Erkrankung wieder erholt.

Hier ein Überblick über die aktuellen Zahlen:

  • Italien:              53.578 Infizierte        4.825 Tote
  • USA:                  26.747 Infizierte           340 Tote
  • Spanien:           25.496 Infizierte        1.381 Tote
  • Deutschland:    22.364 Infizierte             84 Tote
  • Frankreich:       14.485 Infizierte           562 Tote
  • Weltweit:        307.280 Infizierte        13.049 Tote

(Quellen: Johns Hopkins Universität/ Länderangaben)

Ab hier lesen Sie die Meldungen vom 21. März

21:45 Uhr – Zahl der Infizierten in der Türkei steigt rasant an

Die Zahl der Infizierten in der Türkei ist nach Angaben der Behörden binnen 24 Stunden um 277 auf 947 gestiegen. Die Zahl der Verstorbenen habe sich um zwölf auf 21 nahezu verdoppelt.

Wegen der Coronavirus-Krise hatte das Land Einschränkungen der Bewegungsfreiheit für Menschen über 65 Jahren und für chronisch Kranke angeordnet. Die Maßnahme, die es den betroffenen Personen untersagt, das Haus zu verlassen, trete Samstag um Mitternacht in Kraft, teilte das Innenministerium auf Twitter mit. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht mitgeteilt.

Das Land mit 83 Millionen Einwohnern hat bereits die meisten öffentlichen Plätze gesperrt, viele Geschäfte schließen lassen und Sportveranstaltungen sowie Gebete in großen Gruppen in Moscheen untersagt.

21:37 Uhr – Baden-Württemberg nimmt Corona-Patienten aus Frankreich auf

In der Uniklinik Freiburg sind die ersten schwerstkranken Patienten aus der französischen Region Elsass eingetroffen, wie die Präsidentin des Departementrates Haut-Rhin, Brigitte Klinkert, twittert. “Danke (Ministerpräsident) Winfried Kretschmann”, schreibt sie. Der “Badischen Zeitung” sagt Klinkert, die Uniklinik solle zwei Patienten aus dem Elsass aufnehmen, drei würden nach Heidelberg überstellt und drei weitere nach Ulm. Jeweils einer werde in Mannheim und in Villingen-Schwenningen untergebracht. Alle müssten beatmet werden. Die französische Armee hatte zuletzt Patienten aus dem Elsass in andere Regionen des Landes ausfliegen müssen, weil die Beatmungsplätze knapp wurden. Klinkert bat daraufhin Baden-Württemberg und die Schweiz um Hilfe. Die Schweiz will nach ihren Worten sechs Patienten aufnehmen.

20:57 Uhr – US-Behörden lassen Corona-Schnelltest zu

Die US-Behörden haben einen ersten Schnelltest zur Erkennung einer Coronavirus-Infektion zugelassen. Der Test des US-Unternehmens Cepheid liefert den Angaben zufolge binnen 45 Minuten ein Ergebnis. Bislang musste darauf zum Teil Tage gewartet werden. Cepheid erklärte, der Test solle vor allem in Notaufnahmen und Kliniken eingesetzt werden. 

20:43 Uhr – Erster Corona-Toter im Saarland

Erstmals ist im Saarland ein mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierter Mensch gestorben. Das teilte das saarländische Gesundheitsministerium am Samstagabend mit. Mehr als 70 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen des Virus gestorben.

20:07 Uhr – Kritik an Krankenhaus-Gesetzesentwurf von Jens Spahn

Nach massiver Kritik von Kliniken an dem Entwurf eines Krankenhaus-Gesetzes hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mehrere Änderungen angekündigt. “Die Krankenhäuser verdienen in dieser Zeit bestmögliche Unterstützung. An dem Entwurf zum Krankenhaus-Gesetz gab es Kritik. Diese nehmen wir ernst und haben soeben in einer Schalte mit den Gesundheitsministern der Länder einmütig mehrere Änderungen vereinbart”, twitterte der CDU-Politiker am Samstagabend. Den aktualisierten Entwurf wolle man am Sonntag vorstellen.

Am Samstag waren erste Details des Gesetzentwurfs bekannt geworden. Das Hilfspaket für Kliniken, Ärzte und Pfleger des Bundes sollte in diesem Jahr voraussichtlich rund 3,3 Milliarden Euro umfassen. Ausgeglichen werden sollten Einnahmeeinbußen für Krankenhäuser, weil sie Intensivbetten für Coronavirus-Patienten frei machen. Die Ausfälle durch Verschiebung oder Aussetzung planbarer Aufnahmen, Eingriffe oder Operationen sollten durch Pauschalbeträge ausgeglichen werden.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisierte, Spahn breche das Versprechen der Kanzlerin zu einem umfassenden Schutzschirm für die Krankenhäuser. Diese würden im Stich gelassen. Kein Euro solle für die hohen Mehrkosten für Schutzausrüstung fließen, so DKG-Präsident Gerald Gaß. “Die finanziellen Hilfen zur Schaffung der (…) zusätzlichen Intensivplätze sind viel zu niedrig angesetzt.”

19:40 Uhr – Deutschland plant Rettungsschirm in Höhe von 156 Milliarden

Kleine Unternehmen und Selbstständige sollen infolge der Coronavirus-Krise Soforthilfen in Höhe von bis zu 15 000 Euro erhalten. Großunternehmen sollen notfalls auch durch Verstaatlichungen gerettet werden. Dies geht aus Gesetzesentwürfen des Finanz- und Wirtschaftsministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen und über die das “Handelsblatt” und die “Welt” zuvor berichteten. An diesem Montag sollen die Entwürfe vom Bundeskabinett und dann in derselben Woche von Bundesrat und Bundestag beschlossen werden.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte am Samstag in Berlin: “Wir lassen niemanden allein.” Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte, es sei ein Nachtragshaushalt von 150 Milliarden Euro geplant – und ein Fonds zur Rettung der Realwirtschaft, eine Stärkung der Grundsicherung sowie die Ermöglichung von Investitionen ins Gesundheitswese

19:00 Uhr – Besonderer Schutz für Raumfahrer vor Flug ins Weltall umgesetzt

ie Coronavirus-Pandemie soll auf keinen Fall den nächsten Flug am 9. April von drei Raumfahrern zur Internationalen Raumstation ISS gefährden. Die beiden Russen Anatoli Iwanischin und Iwan Wagner sowie der Nasa-Astronaut Christopher Cassidy seien deshalb in komplette Isolation gekommen. Das meldete die Agentur Interfax am Samstag unter Berufung auf das Zentrum für die Vorbereitung der Kosmonauten in der Nähe von Moskau. Verzichten müssen sie demnach auch auf heilige Rituale wie einen Besuch an den Kreml-Mauern in Moskau – und im Haus des sowjetischen Raketenkonstrukteurs und Weltraumpioniers Sergej Koroljow (1907-1966). Alles werde der Gesundheit der drei Raumfahrer untergeordnet, hieß es.

Die Gesundheit der Experten, die auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan die 63. ISS-Expedition vorbereiten, werde täglich gecheckt, teilte das Kosmonauten-Zentrum weiter mit.

18:16 Uhr – Italien meldet fast 800 Tote an einem Tag

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat Italien an nur einem Tag fast 800 Tote vermeldet und damit so viele wie seit dem Ausbruch in dem Land nicht. Insgesamt stieg die Zahl der Toten auf 4825, teilte der Zivilschutz am Samstag in Rom mit.

17:11 Uhr – Berlin verschiebt Abi-Prüfungen und weitet Beschränkungen aus

Neben dem Saarland, Bayern und Baden-Württemberg hat jetzt auch Berlin entschieden, die Abi-Prüfungen, die vor den Osterferien stattfinden sollten, zu verschieben. Dies gelte auch für alle Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss, die vor den Osterferien durchgeführt werden sollten, heißt es in einer Mitteilung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Trotz aller bereits getroffenen Vorkehrungen für die Prüfungen (Mindestabstand etc.) könne derzeit nicht sichergestellt werden, dass sich die Prüflinge vor oder nach der jeweiligen Prüfung in Gruppen versammeln, um sich auszutauschen.

Alle schriftlichen Abiturprüfungen mit zentralen Prüfungsaufgaben, deren Termine vor den Osterferien liegen, werden auf den jeweiligen Nachschreibetermin verlegt. Auch für mündliche oder für Präsentationsprüfungen müssten neue Termine gefunden werden, heißt es.

Außerdem dürfen keine Veranstaltungen, Versammlungen und Ansammlungen über zehn Personen mehr stattfinden. Auch die Berliner Restaurants müssen ab sofort schließen und dürfen nur noch Abholung- oder Lieferung anbieten.

17:07 Uhr – Aktuelle Zahlen: Über 21.000 Infizierte in Deutschland

In Deutschland sind bislang mehr als 21.600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 6700 sowie Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils mehr als 3600 Fällen. Mehr als 70 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben.

16:20 Uhr – Supermarktbesitzer erhöht Klopapierpreise ab der zweiten Packung

Ungewöhnliche Aktion eines Rewe-Händlers im rheinland-pfälzischen Rengsdorf: Der Einzelhändler Michael Glück verlangt ab der zweiten Packung Klopapier einen Aufschlag, um Hamsterkäufer abzuschrecken. Während die erste Packung noch zum Normalpreis zu haben ist, fordert er bei der zweiten eine Spende von fünf Euro und ab der dritten Packung sogar zehn Euro.

Er wolle mit seiner Aktion das Hamstern verhindern, sagte Glück. Wenn eine Lieferung den Laden erreiche, sei sie innerhalb von fünf bis zehn Minuten ausverkauft. Das führe auch zu Streit. “Es herrscht Krieg um Klopapier. Die Kunden holen sich das gegenseitig aus dem Einkaufswagen.”

Die Spenden will Glück über den Landkreis Neuwied an Coronavirus-Helfer leiten.

15:59 Uhr – Auto in Würselen aufgebrochen, um Klopapier zu klauen

Diebe in Würselen schlugen die Scheibe eines Wagens ein. Das einzige, was sie aus dem Auto entwedeten war jedoch Toilettenpapier, dass der Besitzer leichtsinnigerweise über Nacht im Auto liegen ließ. Die Polizei warnt ja bekanntlich davor, Wertgegenstände im Auto zu lassen.

15:51 Uhr – Erste Todesfälle in Niedersachsen

In Niedersachsen sind die ersten beiden Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die beiden Männer im Alter von 70 und 84 Jahren seien am Freitag gestorben, sagte eine Sprecherin der Region Hannover.

14:50 Uhr – Spanische Stadt verspricht Paaren eine zweite Hochzeit

Wer in den nächsten Tagen und Wochen im nordspanischen Santander seine Hochzeit geplant hat, braucht nicht auf eine große Feier zu verzichten: Die Stadtverwaltung kündigte an, dass sich Paare, die ihre Trauung aus verschiedenen Gründen nicht verschieben können, zwei Mal das Jawort geben können – während der Krise samt Ausgangssperre mit den nötigen Schutzvorkehrungen und später noch einmal im Beisein von Familie und Freunden. So könnten Hochzeitspaare ihren großen Tag “so feiern, wie Sie es sich vorgestellt haben, wenn sich alles wieder normalisiert”, so die Behörden der kantabrischen Hauptstadt.

Eheringe

In Santander können Paare ihre große Feier noch mal nachholen, wenn die Corona-Krise vorbei ist.

© dpa, Friso Gentsch, mni reh alf dna

14:43 Uhr – Norwegische Regierung bekommt mehr Vollmachten

Die Parteien im norwegischen Parlament haben sich am Samstag auf ein Krisengesetz geeinigt, das der Regierung in gewissen Bereichen mehr Vollmachten gibt. Für die Dauer von einem Monat soll die Minderheitsregierung aus Konservativen, Liberalen und Christen Maßnahmen beschließen können, ohne das Parlament konsultieren zu müssen. Damit soll der Weg für schnelle Entscheidungen freigemacht werden, die zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie notwendig sein könnten. Das Parlament soll am Dienstag darüber abstimmen. 

14:39 Uhr – Deutsche decken sich mit Sextoys und Kondomen ein

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, halten sich die Menschen vor allem zuhause auf – und decken sich mit Sextoys und Kondomen ein. Der Kondomhersteller Ritex etwa teilte mit, dass im Vergleich zum Vorjahresmonat doppelt so viele Kondome gekauft wurden.

Ein Duisburger Sexshop hat angesichts der Coronakrise ein “Dildo-Taxi” ins Leben gerufen. “Ich wollte was Witziges in dieser Zeit”, erklärte Silke Heimsoth, die Inhaberin des Erotikladens “Pussy Pleasure”, nachdem ihr Geschäft Mitte der Woche geschlossen werden musste. Am Mittwoch hatte Heimsoth ein bearbeitetes Foto von einem Auto mit der Aufschrift “Dildo-Taxi” bei Facebook gepostet – zum Spaß. Daraufhin hätten sich aber viele Kunden gemeldet, die wirklich etwas bestellen wollten. 

Mittlerweile fahre das Auto tatsächlich durch die Gegend und liefere Ware wie Gleitmittel oder Vibratoren aus – allerdings ohne Aufschrift. Kunden könnten im Online-Shop des Erotikladens die Produkte bestellen und dann am besten per Vorkasse bezahlen. 

13:19 Uhr – Experte: Pandemie könnte Großbritannien schlimmer treffen als Italien

In Großbritannien spitzt sich die Coronavirus-Krise zu. Experten halten es für möglich, dass der Ausbruch im Land noch schlimmer verlaufen könnte als in Italien. Gründe hierfür sind vor allem der ohnehin völlig überlastete staatliche Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) und der Mangel an Beatmungsgeräten. Kliniken melden einen Ansturm von Covid-19-Lungenkranken.

Kritiker werfen Premier Boris Johnson vor, dass er durch seinen Schlingerkurs im Kampf gegen den neuartigen Erreger wertvolle Zeit verloren habe. Das Coronavirus ist in allen Landesteilen aufgetaucht. Besonders betroffen ist London, vor allem im Parlamentsviertel und der Umgebung.

“Wir wissen, was auf uns zukommt – und wir wissen, dass das gewaltig sein wird”, zitierte der britische Fernsehsender Sky News am Samstag einen Mediziner aus einem Krankenhaus in der britischen Hauptstadt, der anonym bleiben wollte. Die Lage in Großbritannien könnte sich noch verheerender als in Italien entwickeln. Aus Mangel an Kapazitäten und Ausstattung würden er und seine Kollegen künftig Entscheidungen über Leben und Tod treffen müssen – und Ressourcen nur jenen mit den größten Überlebenschancen zuweisen können. 

13:03 Uhr – Spanien meldet fast 25.000 Infizierte

In Spanien steigt die Zahl der Coronavirus-Fälle weiter drastisch an. Bis zum Samstagmittag meldete das Gesundheitsministerium fast 25.000 Infizierte – 5.000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf mehr als 1.300 nach 1.000 am Freitag. Besonders heftig betroffen ist weiter die Region Madrid, wo fast 9.000 Fälle und 800 Todesopfer verzeichnet wurden. Das örtliche Verkehrsministerium kündigte an, ab sofort auch Linienbusse zum Transport der Kranken einzusetzen.

Die Intensivstationen einiger Krankenhäuser seien bereits am Limit, zitierte das spanische Fernsehen die Behörden. In Spanien herrscht seit einer Woche eine landesweite Ausgangssperre. Sie soll zunächst für 15 Tage gelten, könnte aber vom Parlament verlängert werden. Die Behörden hoffen, dass die Ansteckungswelle bald ihren Höhepunkt erreicht und sich die Entwicklung dann verlangsamt.

12:24 Uhr – Ärzte schlagen Alarm: Wichtige Medikamente werden knapp und immer teuer

Intensivmediziner klagen über einen massiven Preisanstieg in der Corona-Krise bei wichtigen Medikamenten. Gernot Marx von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) erklärte am Samstag, dass wichtige Narkosemittel knapp werden. Auch bei Verbrauchsmaterialien gibt es Engpässe. Das führe laut Marx dazu, dass auch die Preise für diese Produkte massiv steigen. 

Das Narkosemittel Propofol, bei dem es schon vor dem Corona-Ausbruch immer wieder zu Lieferengpässen gekommen sei, stehe nicht mehr ausreichend zur Verfügung, kritisierte Marx. Innerhalb weniger Tage habe sich der Preis pro Ampulle von einem auf mehr als 20 Euro erhöht: “Das bedeutet: Narkosen von Notfallpatienten könnten gefährdet und die Möglichkeiten, Kranke auf der Intensivstation zur Beatmung in ‘künstlichen Schlaf’ zu versetzen, bald stark eingeschränkt sein.”

Christian Hermanns, ebenfalls von der DGAI, wies zudem darauf hin, dass unter anderem auch Mittel wie Opiate, die zur Sedierung und Narkose wichtig sind, knapp seien sowie verschiedene Antibiotika, die bei Infektionen eingesetzt werden müssen.

11:04 Uhr – Mietern soll in Krise nicht gekündigt werden dürfen

Um gerade die ärmsten vor den Folgen der Corona-Krise zu schützen, plant die Bundesregierung gerade noch mehr: Mietern soll wegen Mietschulden in der Krise nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

10:48 Uhr – USA schließen Grenzen zu Mexiko und Kanada

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus haben die USA ihre Grenzen zu Mexiko und Kanada weitgehend für den Personenverkehr geschlossen. Die Maßnahme gilt seit Mitternacht (Ortszeit) und betrifft alle nicht notwendigen Reisen. Die Regelung soll 30 Tage in Kraft bleiben und dann überprüft werden. Der Austausch von Waren ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nicht betroffen.

Zuvor hatten die USA bereits einen Einreisestopp für Ausländer aus den Schengen-Staaten sowie aus Großbritannien und Irland erlassen. Auch Ausländer, die aus dem Iran und aus China kommen, können nicht mehr in die USA einreisen.

08:48 Uhr: Ruhige Nacht in Köln und Leverkusen

Auf RTL-Anfrage bestätigte die Polizei, dass sich die Menschen in Köln in der Nacht an die Regeln gehalten hätten. Den Beamten liegt keine Meldung über Menschen vor, die sich in Parks oder auf öffentlichen Plätzen versammelt hätten, um Corona-Partys zu feiern. Auch in Leverkusen, wo seit gestern Zusammenkünfte von zwei oder mehr Personen im Freien untersagt sind, sei es über Nacht ruhig gewesen und alle hätten sich an die Beschränkungen gehalten. Die Beamten konnten aber nicht sagen, ob nicht auch das abgekühlte Wetter ein Grund war, dass die Menschen eher im Haus blieben.

08:23 Uhr – Immer mehr jüngere Patienten auf der Intensivstation

Das neue Coronavirus ist offenbar gefährlicher als bisher angenommen, erklären Mediziner jetzt. Auf den Intensivstationen auch in Deutschland werden immer öfter junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Das habe sich in Italien gezeigt – und “das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt”, sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing.

“Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation.” Auch ein junger Patient sei nicht gefeit davor, einen schweren Verlauf zu haben, warnte der Mediziner. “Das soll wachrütteln, dass man sich an die Hygienevorschriften und Regelungen hält.”

08:16 Uhr – Aktuelle Zahlen: Weltweit mehr als 275.000 Menschen infiziert

In Deutschland haben sich inzwischen fast 20.000 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Toten liegt bei 68. 180 Menschen haben sich nach einer Erkrankung wieder erholt

Hier ein Überblick über die aktuellen Zahlen:

  • Italien:              47.021 Infizierte        4.032 Tote
  • Spanien:           21.571 Infizierte        1.093 Tote
  • Deutschland:    19.848 Infizierte             68 Tote
  • Frankreich:       12.632 Infizierte           459 Tote
  • Weltweit:        275.434 Infizierte        11.399 Tote

(Quellen: Johns Hopkins Universität/ Länderangaben)

Gute Nachrichten kommen dagegen aus China: Dort hat sich aich den dritten Tag in Folge niemand mehr im Land selbst angesteckt. Lediglich die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland eingereist kam, stieg. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Samstag mitteilte, wurden 41 neue “importiere Fälle” registriert. Insgesamt erkrankten laut John Hopkins Universität in China 81.286 Menschen am Coronavirus.

Die Ereignisse vom 16. bis 20. März können Sie hier nachlesen.

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