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News von heute: Wirecard-Chef Braun tritt mit sofortiger Wirkung zurück

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Wirecard-Chef Braun tritt mit sofortiger Wirkung zurück (12.56 Uhr) 
  • Spanischer Bestseller-Autor Carlos Ruiz Zafón gestorben (11.35 Uhr)
  • Studie: Coronavirus in Italiens Abwässern schon seit Dezember nachweisbar (10.33 Uhr)
  • BMW will 6000 Stellen streichen (9.37 Uhr)
  • Steuereinnahmen im Mai um fast ein Fünftel gesunken (8.03 Uhr)
  • Zahl der Corona-Infizierten in Peking steigt weiter (3.59 Uhr)

Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:

+++13.17 Uhr: Türkisches Gericht: Lange U-Haft für Demirtas verletzt seine Rechte +++

Die lange Untersuchungshaft des seit 2016 wegen Terrorvorwürfen inhaftierten prominenten pro-kurdischen Oppositionspolitikers Selahattin Demirtas verstößt nach Auffassung des türkischen Verfassungsgerichts gegen dessen Rechte. Diese lange Haft ohne Prozess überschreite den “angemessenen Zeitraum”, urteilte das Gericht in einer einstimmigen Entscheidung, die im amtlichen Mitteilungsblatt veröffentlicht wurde. 

Dem früheren Co-Vorsitzenden der pro-kurdischen Partei HDP wurde eine Entschädigung von 50 000 türkischen Lira (etwa 6500 Euro) zugesprochen. Über eine Freilassung des 47-Jährigen befand das Gericht nicht. Beobachter gehen aber davon aus, dass Demirtas diese Entscheidung des Verfassungsgerichts bei künftigen Anhörungen hilfreich sein kann. 

+++ 13.09 Uhr: Innenminister wollen Identifikationspflicht in sozialen Netzwerken +++

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen eine Identifikationspflicht in sozialen Netzwerken. “Es geht hier nicht um eine Klarnamenpflicht”, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) zum Abschluss der Innenministerkonferenz (IMK) in Erfurt. Wer aber unter Pseudonym in sozialen Medien oder auf Spieleplattformen unterwegs sei, solle zukünftig beim jeweiligen Anbieter seine Identität hinterlegen müssen.   “Wenn es dann tatsächlich zu einer Straftat kommt, muss diese Person auch durch die Polizei identifizierbar sein”, betonte Pistorius als Sprecher der SPD-geführten Innenressorts.

+++ 13.08 Uhr: Verdi: 6000 Mitarbeitern droht bei Galeria-Karstadt-Kaufhof Job-Aus +++

Durch die geplante Schließung von 62 der 172 Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filialen droht rund 6000 Mitarbeitern der Verlust des Arbeitsplatzes. Das berichtete die Gewerkschaft Verdi. Nach einer am Donnerstag erzielten Vereinbarung zwischen Unternehmensführung, Gewerkschaft und Betriebsrat können die Betroffenen demnach aber für mindestens sechs Monate in eine Transfergesellschaft wechseln.

Nach Darstellung der Warenhauskette ist die Schließung von mehr als einem Drittel der Warenhäuser der einzige Weg, um das Unternehmen zu retten. Die betroffenen Filialen hätten angesichts der Auswirkungen der Corona-Krise keine Fortführungsperspektive mehr und bedrohten die Existenz des Gesamtkonzerns. Die Zahl der Filialschließungen fällt etwas geringer aus als zunächst befürchtet. Ursprünglich hatte die Geschäftsführung sogar signalisiert, dass im Zuge der Sanierung des ums Überleben kämpfenden Unternehmens bis zu 80 Filialen geschlossen werden könnten.

+++ 12.56 Uhr: Wirecard-Chef Braun tritt mit sofortiger Wirkung zurück +++

Der Vorstandschef des Dax-Konzerns Wirecard, Markus Braun, tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Interims-Chef wird der erst am Vorabend in den Vorstand berufene US-Manager James Freis, wie Wirecard am Freitag in München mitteilte.

+++ 12.53 Uhr: Corona-Infektionen: Auswirkungen auch auf Nachbarkreise +++

Nach Hunderten von Corona-Fällen im Schlachtereibetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück werden Auswirkungen auch in angrenzenden Regionen deutlich. In der kreisfreien Stadt Hamm wurden drei Schulklassen in Quarantäne geschickt, weil unter den Schülern drei positiv auf Corona getestete Kinder von Tönnies-Mitarbeitern seien. Das teilte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann in Hamm mit. Betroffen von der Quarantäne sind laut Mitteilung eine Grund-, eine Real- und eine Hauptschule. Wieviele Tönnies-Mitarbeiter mit ihren Familien genau in Hamm wohnen, sei offen – die Stadt vermutet 50 bis 100.

Bereits am Mittwoch hatte die Stadt Oelde im Kreis Warendorf Schulen und Kitas vorsorglich geschlossen. Am Montag soll der Betrieb wieder aufgenommen werden. Laut Mitteilung der Stadt liegen jetzt Informationen zu rund 40 Tönnies-Mitarbeitern vor, die in Oelde wohnen. Die Kinder dieser Familien sollen vom Schul- und Kitabesuch ab Montag befreit werden.

+++ 12.39 Uhr: Knapp 1,5 Millionen Corona-Fälle im Europäischen Wirtschaftsraum +++

Fast 1,5 Millionen Menschen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) haben sich inzwischen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Wie aktualisierte Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zeigten, wurden aus den Ländern des EWR einschließlich Großbritanniens bislang 1.497.919 Infektionen sowie 172.944 Todesfälle gemeldet. Die meisten Infektionen wurden demnach bisher in den fünf bevölkerungsreichsten Ländern der Region verzeichnet: Großbritannien (300.469), Spanien (245 268), Italien (238.159), Deutschland (187.764) und Frankreich (158.641).

+++ 12.36 Uhr: Karstadt-Kaufhof will 62 Filialen schließen +++

Die Schließung von mehr als einem Drittel der Galeria Karstadt-Kaufhof-Filialen ist nach Einschätzung der Unternehmensführung der einzige Weg, um das Unternehmen zu retten. “Wir wissen, was dies für die betroffenen Mitarbeiter bedeutet. Aber dieser Schritt ist ohne Alternative, weil diese Filialen den Gesamtbestand des Unternehmens gefährden”, sagte der Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz . Letztlich gehe es darum, das Unternehmen und damit viele tausend Arbeitsplätze zu sichern. 

+++ 12.34 Uhr: Innenminister verlängern Abschiebestopp für Syrien +++

Menschen aus Syrien sollen auch weiterhin nicht aus Deutschland in ihr Herkunftsland abgeschoben werden: Der geltende Abschiebestopp wird bis Jahresende verlängert. Dies teilte die Landesregierung von Thüringen nach einem Treffen der Innenministerkonferenz in Erfurt mit. Wegen der Kämpfe in Syrien wurde der Abschiebestopp erstmals 2012 beschlossen. Seither wurde er stets verlängert. 

+++ 12.21 Uhr: Amthor lässt weitere Nebentätigkeit ruhen +++

Nach der Kritik an seiner Lobbytätigkeit lässt der CDU-Politiker Philipp Amthor auch seine Tätigkeit für eine große Wirtschaftskanzlei ruhen. Er habe sich dazu entschieden, um sich “politisch nicht noch angreifbarer zu machen”, teilte der Bundestagsabgeordnete über sein Büro dem “Spiegel” mit, wie das Magazin berichtete. Wofür genau ihn die Kanzlei White & Case bezahlt hat, wollte Amthor demnach nicht mitteilen.

+++ 12.11 Uhr: Polizeirazzien nach Gewalt in französischer Stadt Dijon +++

Nach mehrtägigen Unruhen in der französischen Stadt Dijon hat es Polizeirazzien in zwei Vororten gegeben. Nach Angaben der Präfektur suchten die Sicherheitskräfte nach Waffen, Munition und Drogen. An den Durchsuchungen in Dijon und der Nachbargemeinde Chenôve waren demnach rund 140 Bereitschaftspolizisten beteiligt. In Dijon hatten sich Tschetschenen und Bewohner einer Vorstadt vier Nächte in Folge Straßenschlachten geliefert. Seit Mitte der Woche ist wieder Ruhe eingekehrt. Zuvor hatte die französische Regierung mehr als 150 Sondereinsatzkräfte in die Hauptstadt der historischen Region Burgund entsandt.

+++ 12.03 Uhr: Mann klettert am Reichstagsgebäude herum +++

Ein möglicherweise verwirrter Mann ist an einer Wand des Reichstagsgebäudes in Berlin herumgeklettert. Nach einiger Zeit ging er am Freitagvormittag freiwillig zu Polizisten und Feuerwehrleuten, die ihn an einem Fenster oder einem kleinen Balkon in einigen Metern Höhe bereits erwarteten, wie Augenzeugen berichteten.

+++ 12.01 Uhr: Explosion in Wohnhaus in Berlin-Moabit +++

In einem Wohnhaus in Berlin-Moabit hat es eine Explosion gegeben. Das teilte die Feuerwehr mit. Es soll sich um ein Haus in der Kirchstraße handeln. 60 Feuerwehrleute seien im Einsatz. Weitere Informationen sollten folgen, wie die Feuerwehr ankündigte.

+++ 11.58 Uhr: Fauci hält erneuten Corona-Lockdown in den USA nicht für nötig  +++

Der führende Corona-Berater von US-Präsident Donald Trump, Anthony Fauci, hält weitere Lockdown-Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie in den USA für unnötig. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP sagte der Seuchenexperte am Donnerstag, er sei optimistisch, dass es schon bald einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus geben werde, um die Pandemie zu stoppen. Erste Testversuche seien “vielversprechend”.

+++ 11.35 Uhr: Spanischer Bestseller-Autor Carlos Ruiz Zafón gestorben +++ 

Der wohl erfolgreichste spanische Schriftsteller der Gegenwart, Carlos Ruiz Zafón, ist im Alter von 55 Jahren in Los Angeles gestorben. Er sei an Krebs erkrankt gewesen, meldete die Nachrichtenagentur Europapress unter Berufung auf seinen Verlag Planeta am Freitag.Mit Romanen wie “Der Schatten des Windes” oder “Der Fürst des Nebels” war der Schriftsteller auch in Deutschland sehr populär.

+++ 11.32 Uhr: Laut Umfrage verdirbt Maskenpflicht verdirbt vielen Kunden den Einkaufsspaß +++

Die Maskenpflicht beim Einkaufen entwickelt sich einer Umfrage zufolge zu einer Bremse für den Konsum in Deutschland. “Zwei Dritteln der Bürger verdirbt die Maske den Einkaufsspaß; sie kaufen daher zurzeit nur das Nötigste”, erklärte die Chefin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Renate Köcher, in einem Beitrag für die “Wirtschaftswoche”.

+++11.28 Uhr: Pilotprojekt: Balearen rechnen mit 3500 Urlaubern aus Deutschland +++

Etwa 3500 Urlauber aus Deutschland werden im Rahmen eines Pilotprojektes bis Samstag nach Mallorca und Ibiza gereist sein. Diese Schätzung gab die Regionalregierung der Balearen am Freitag ab. Ursprünglich sollten bis zum 1. Juli bis zu 10.900 Gäste aus Deutschland zu den spanischen Inseln reisen dürfen, bevor sich auch das ganze Land wieder für ausländische Urlauber öffnet. Allerdings verkürzte die Regierung in Madrid die Testphase zwischenzeitlich, indem sie die Öffnung aller Grenzen für Reisende aus Schengenstaaten vom 1. Juli auf diesen Sonntag vorzog. 

+++ 11.22 Uhr: China veröffentlicht Genom von neu aufgetretenem Coronavirus +++

China hat das Genom des neuen Virenstamms veröffentlicht, der in Peking einen erneuten Corona-Ausbruch verursacht hat. Die Erbgut-Sequenz wurde am Donnerstag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Wissenschaftlern in aller Welt zur Verfügung gestellt, wie die Behörden in Peking mitteilten. Erste Analysen deuteten darauf hin, dass dieser Virenstamm “aus Europa gekommen” sei, erklärte Zhang Yong von der chinesischen Seuchenkontrollbehörde in einem Bericht, der veröffentlicht wurde.

+++ 11.13 Uhr: Großbritannien: Staatsverschuldung erstmals seit 1963 höher als BIP +++

Die drastischen Maßnahmen der britischen Regierung zur Dämpfung der wirtschaftlichen Corona-Folgen haben die Staatsverschuldung des Landes über dessen Wirtschaftsleistung nach oben schnellen lassen. Im Mai stieg die Verschuldung nach Angaben des Statistikamts ONS im Jahresvergleich um 173,2 Milliarden Pfund oder 20,5 Prozent auf 1,95 Billionen Pfund (rund 2,2 Billionen Euro). Das ist der stärkste prozentuale Zuwachs gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der monatlichen Aufzeichnungen im Jahr 1993.

+++ 11.01 Uhr: Sklaverei-Verwicklung: Britische Banken und Institutionen zeigen Reue +++

Mehrere britische Banken, Unternehmen und Institutionen wie die Church of England und die Bank of England haben sich für die historische Verwicklung ihrer Vertreter in die Sklaverei entschuldigt. Es sei eine “Quelle der Schande”, dass Personen innerhalb der Kirche Sklaven gehalten und damit Profit gemacht hätten, sagte eine Sprecherin der Church of England. Gleichzeitig hätten Kirchenvertreter aber auch eine führende Rolle bei der Abschaffung der Sklaverei gespielt. 

+++ 10.44 Uhr: Polizeistreit – Unionsländer begrüßen Zusicherungen Berlins +++

Im Streit um die Entsendung von Polizisten in die Hauptstadt haben die Unions-Innenminister Zusicherungen des Berliner Innensenators Andreas Geisel (SPD) begrüßt. Geisel will auf Drängen seiner Ministerkollegen aus anderen Ländern noch einmal klarstellen, dass das neue Berliner Antidiskriminierungsgesetz nicht für auswärtige Kräfte gelten soll. “Das ist ja die Forderung gewesen, die wir immer gehabt haben”, sagte der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU), am Rande des Innenministertreffens in Erfurt. Caffier ist Sprecher der Unions-Minister.

+++ 10.43 Uhr: Sohn von Ex-Sowjet-Herrscher: Sergej Chruschtschow in USA gestorben +++

Im Alter von 84 Jahren ist in den USA der Wissenschaftler Sergej Chruschtschow, Sohn des sowjetischen Partei- und Staatschefs Nikita Chruschtschow (1894-1971), gestorben. Das teilte Nina Chruschtschowa, Enkelin des einstigen Kremlchefs, der Staatsagentur Tass zufolge am Freitag mit. Der frühere Raketenbauer und Historiker für Fragen des Kalten Krieges starb demnach am Donnerstag in Cranston (US-Staat Rhode Island).

Sergej Nikititsch Chruschtschow (Sergei Khrushchev) hatte nach seiner Übersiedlung in die USA an der Brown University in Providence (US-Staat Rhode Island) Vorlesungen zur Geschichte des Kalten Krieges gehalten. Er war auch Buchautor und Publizist. Chruschtschow hatte seinen Vater 1959 auf einer US-Reise begleitet und war zu Sowjetzeiten an der Entwicklung von ballistischen Raketen beteiligt.

+++ 10.35 Uhr: EU-Videogipfel: Österreich dringt auf strenge Regeln bei Corona-Hilfen +++

Unmittelbar vor Beginn des EU-Videogipfels zur Corona-Krise hat Österreich seine Haltung unterstrichen, dass das geplante Paket zum Wiederaufbau an strenge Bedingungen geknüpft sein müsse. “Es darf kein Einstieg in eine Schulden-Union durch die Hintertür sein”, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Wien. Das Paket müsse eine eng befristete, einmalige Aktion sein. Österreich lege Wert darauf, dass die geplanten Milliarden-Kredite und -Zuschüsse nur für sinnvolle Projekte wie Digitalisierung und Ökologisierung ausgegeben werden. Es ließ erkennen, dass Projekte wie Reise-Gutscheine oder ein bedingungsloses Grundeinkommen – sofern mit Zuschüssen finanziert – nicht die Zustimmung Österreichs finden.

+++ 10.33 Uhr: Studie: Coronavirus in Italiens Abwässern schon seit Dezember nachweisbar +++

Das Coronavirus ist in Italien offenbar schon viel länger aktiv als bislang angenommen. Der Erreger Sars-CoV-2 sei in Abwässern der beiden norditalienischen Großstädte Mailand und Turin vom Dezember nachgewiesen worden, heißt es in einer Stellungnahme von Italiens nationalem Gesundheitsinstitut ISS, in die die Nachrichtenagentur AFP Einsicht hatte. Offiziell festgestellt worden war der Coronavirus-Ausbruch in Italien erst Mitte Februar.

+++ 10.22 Uhr: 35 Prozent weniger Verkehrsunfälle im April als im Vergleichsmonat 2019 +++

Das niedrigere Verkehrsaufkommen durch die Corona-Pandemie hat im April zu 35 Prozent weniger Verkehrsunfällen geführt. Mit 144.500 Vorfällen war die Zahl im April 2020 so niedrig wie noch nie in einem April seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Auch die Zahl der Verletzten sank im Vergleich zum April 2019 um 33 Prozent auf 21.000.

++ 9.37 Uhr: Mit Abfindung in Frührente: BMW besiegelt Stellenabbau +++

BMW will ohne betriebsbedingte Kündigungen 6000 Stellen streichen und hat sich jetzt mit dem Betriebsrat auf ein Maßnahmenpaket geeinigt. Der Stellenabbau erfolge durch Fluktuation und mit freiwilligen Vereinbarungen, teilte der Autokonzern mit. Die Ausbildung werde auf dem hohen Niveau des Vorjahres fortgesetzt.

“Rentennahe Altersaustritte” könnten mit Abfindungen vorgezogen werden. 40-Stunden-Verträge würden auf 38 Stunden reduziert. Ein Teil der Mitarbeiter könne auf ein tarifliches Zusatzgeld verzichten und dafür bis zu acht zusätzliche Urlaubstage nehmen. Außerdem unterstützt BMW junge Leute unter 25 Jahren bei externer Vollzeit-Qualifizierung, etwa einem Studium, finanziell und garantiert eine Rückkehr in ein Arbeitsverhältnis nach dem Abschluss. BMW-Personalchefin Ilka Horstmeier sprach von einem Paket, “das uns kurzfristig hilft, das Unternehmensergebnis zu verbessern, uns aber langfristig die Innovationskraft erhält”.

+++ 9.19 Uhr: Wirecard-Aktien brechen weiter ein +++

Die Aktien des in einen Bilanzskandal verwickelten Dax-Konzerns Wirecard haben am Morgen weiter massiv nachgegeben. Der Kurs fiel kurz nach dem Handelsstart um über 21 Prozent auf 31,35 Euro. Am Donnerstag waren die Papiere um knapp 62 Prozent abgestürzt, nachdem der Zahlungsdienstleister wegen milliardenschwerer Unklarheiten in der Bilanz seinen Jahresabschluss erneut nicht vorgelegt hatte.

Zahlungsdienstleister: Schock für Wirecard-Aktionäre – Verdacht auf Bilanzfälschung erhärtet sich

+++ 8.19 Uhr: Steuereinnahmen im Mai um fast ein Fünftel gesunken +++

Die Steuereinnahmen des Staates (ohne Gemeindesteuern) sind coronabedingt im Mai um 19,9 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat eingebrochen. “Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise sowie die aufgrund dieser Krise getroffenen steuerlichen Maßnahmen belasteten das Steueraufkommen im Mai 2020 signifikant”, schreibt das Bundesfinanzministerium in seinem neuen Monatsbericht. Beim Bund lag das Minus mit 34,8 Prozent sogar noch deutlich höher. Die Länder verbuchten einen Rückgang um 14,7 Prozent.

+++ 8.03 Uhr: Mehr Autos auch in Städten – Dudenhöffer: “Großstädter lieben Autos” +++

In Deutschland sind heute 620 000 Autos mehr unterwegs als vor einem Jahr – und auch in Großstädten ist der Bestand kräftig gestiegen. In Berlin, Hamburg und Frankfurt wuchs die Zahl der Autos um ein Prozent, in München, Köln und Stuttgart sogar um zwei Prozent, wie Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer mitteilte. Trotz Staus, Parkplatznot und besserem Nahverkehr seien die Großstädter offensichtlich nicht automüde, im Gegenteil: “Die Deutschen scheinen ihre Autos zu lieben und wollen offensichtlich immer mehr davon.”

+++ 7.29 Uhr: Bericht: Bundestagsverwaltung fragt bei Amthor wegen Lobbytätigkeit nach +++

Die Bundestagsverwaltung hat laut einem Zeitungsbericht von dem CDU-Abgeordneten Philipp Amthor weitere Auskünfte über seine Lobbytätigkeit für eine US-Firma verlangt. In einem Brief an Amthor frage die Verwaltung unter anderem, ob er in einem Schreiben an das Bundeswirtschaftsministerium, in dem er sich für das IT-Unternehmen Augustus Intelligence stark gemacht hatte, den Bundestagsadler benutzt und damit zweckentfremdet habe, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch dringt die Verwaltung dem Bericht zufolge auf Auskünfte zu möglichen Reisen Amthors auf Kosten der Firma. Zu seiner Tätigkeit für das Unternehmen und seinen Aktienoptionen habe sich der 27-Jährige bereits zuvor von sich aus gegenüber der Bundestagsverwaltung geäußert. 

+++ 6.19 Uhr: Verdächtige Reservisten haben Verbindungen zur AfD im Bundestag +++

Ein Bundeswehr-Reservist und mutmaßlicher früherer Teilnehmer einer Chat-Gruppe rechter Prepper aus Sachsen und Sachsen-Anhalt hat bei der AfD-Bundestagsfraktion Anschluss gefunden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA ist das Mitglied der Leipziger Burschenschaft Germania Mitarbeiter der Fraktion geworden und war dort noch in dieser Woche beschäftigt. Im Mai machte er sich bei der Erstellung eines Positionspapiers der Fraktion zum Umgang mit der Corona-Pandemie nützlich. “Zu Angelegenheiten, die Mitarbeiter betreffen, äußere ich mich grundsätzlich nicht öffentlich”, antwortete Fraktionsvize Sebastian Münzenmaier auf die Frage, ob der ehemalige Mitarbeiter der AfD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt bis heute für die Bundesfraktion arbeite.

+++ 6.03 Uhr Australiens Premier Morrison: Land im Visier von Cyberangriffen +++

 Australiens Regierung und private Firmen sind nach Angaben von Premierminister Scott Morrison Ziel groß angelegter Cyberangriffe eines ausländischen Akteurs. Wegen der Bandbreite und der Art der Ziele sowie der verwendeten Techniken sei klar, dass ein “hoch entwickelter, staatlicher Cyber-Akteur” hinter den Angriffen stehe, sagte Morrison. 

Betroffen sind demnach australische Organisationen in einer Reihe von Bereichen, darunter alle Regierungsebenen, Industrie, politische Organisationen, Bildung, Gesundheit und Anbieter kritischer Infrastrukturen. Erste Untersuchungen hätten allerdings bislang keine größeren Verletzungen persönlicher Daten ergeben. “Bedauerlicherweise ist diese Aktivität nicht neu. Die Häufigkeit hat zugenommen”, sagte Morrison. 

+++ 5.23 Uhr: Twitter versieht von Trump geteiltes Video erneut mit Warnhinweis +++

Twitter hat erneut einen Tweet von US-Präsident Donald Trump mit einem Warnhinweis versehen. Unter dem von Trump geteilten Video waren ein blaues Ausrufezeichen und die Wörter “Manipulierte Medien” zu sehen. Bei dem einminütigen Video handelte es ich um einen Zusammenschnitt einer Darstellung zweier Kleinkinder. Ein schwarzes Kind scheint dabei zunächst vor einem weißen Kind wegzulaufen. Dazu eingeblendet war das Logo des von Trump verabscheuten TV-Senders CNN sowie unter anderem der Schriftzug “Rassistisches Baby wahrscheinlich Trump-Wähler”. 

+++ 4.04 Uhr: Experte: Kein Versorgungsengpass durch Schlachtstopp bei Tönnies +++

Die vorübergehende Schließung des größten deutschen Schlachtbetriebs von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück wird nach Einschätzung von Marktbeobachtern nicht zu Versorgungsengpässen führen. “Fleisch wird in Deutschland nicht knapp, auch nicht Schweinefleisch”, sagte Tim Koch von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft in Bonn.

+++ 3.59 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten in Peking steigt weiter +++

Nach dem neuen Coronavirus-Ausbruch in Peking ist die Zahl der Infizierten weiter gestiegen. Wie die staatliche Gesundheitskommission mitteilte, wurden 25 weitere Ansteckungen nachgewiesen. Seit der neue Ausbruch auf einem Großmarkt der chinesischen Hauptstadt am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, ist die Zahl der Infizierten damit auf 183 gewachsen. Die neuen Infektionszahlen liegen über denen des Vortrags, als 21 Fälle gemeldet wurden, aber unter denen vom Mittwoch, als es noch 31 Infektionen gab.

+++ 2.29 Uhr: Vier Porträts von Südstaaten-Anführern aus US-Kongress entfernt +++

Vier Porträts von historischen Führungsfiguren der US-Südstaaten sind aus dem Kongress in Washington entfernt worden. Die Gemälde wurden auf Anordnung der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, abgehängt. In den Räumen des Kongresses sei kein Platz für die Ehrung von Männern, “welche den gewaltsamen Fanatismus und den grotesken Rassismus” der Konföderierten-Staaten des 19. Jahrhunderts verkörperten, erklärte die Anführerin der oppositionellen Demokraten. Die vier Porträts stellen Amtsvorgänger Pelosis dar, standen also dem Repräsentantenhaus vor.

Die von ihnen vertretenen Südstaaten hatten sich zu einer Konföderation zusammengeschlossen, um für den Erhalt der Sklaverei einzutreten. Im Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 unterlag der Süden dem Norden. Die Sklaverei wurde daraufhin abgeschafft. Pelosi ließ die Bilder am Vortag des “Juneteenth” abhängen, zu dem in den USA des Endes der Sklaverei gedacht wird. “Juneteenth” ist ein Schachtelwort aus den englischen Wörtern für Juni und 19. 

+++ 0.04 Uhr: Medien: Land NRW plant Initiative gegen zu niedrige Fleischpreise +++

Das Land Nordrhein-Westfalen arbeitet im Kampf gegen zu niedrige Fleischpreise einem Medienbericht zufolge an einer Bundesratsinitiative. Wie Ursula Heinen-Esser, die NRW-Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin, der “Rheinischen Post” sagte, gehe es darum, die im Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb vorgesehenen Ausnahmen deutlich zu erschweren.

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