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Coronavirus: RKI erklärt auch Madeira und Irland zu Risikogebieten

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RKI erklärt auch Madeira und Irland zu Risikogebieten

Ein Kreuzfahrtschiff liegt im Hafen von Funchal der portugiesischen Insel Madeira

Ein Kreuzfahrtschiff liegt im Hafen von Funchal der portugiesischen Insel Madeira

© Rico Ködder / Picture Alliance

Staat kann in großem Stil bei Reisekonzern Tui einsteigen +++ Hunger und Angst auf Mallorca: Corona-Hotspot droht harter Winter +++ Oliver Pocher bittet Fans: Auf Urlaub in Corona-Pandemie verzichten +++ Die wichtigsten Reise-News zum Coronavirus im stern-Ticker.

Durch die globale Ausbreitung des Coronavirus und die Maßnahmen der Regierungen wie Grenzschließungen wird die persönliche Mobilität und damit auch das Reisen enorm eingeschränkt. Auch hat das Auswärtige Amt wegen der Pandemie eine Reisewarnung für touristische Reisen in viele Länder ausgegeben. Hier finden Sie regelmäßig die neuesten Meldungen zum Thema Coronakrise und Reisen.

Nachrichten von Freitag, den 8. Januar

+++ RKI erklärt auch Madeira und Irland zu Risikogebieten +++

Das Robert Koch-Institut in Berlin hat die Liste der Risikogebiete aktualisiert: Ab dem 9. Januar gelten nicht nur die Kanaren und Azoren als Risikogebiet, sondern auch die Madeira. Die Insel wird gerne von Kreuzfahrtschiffen, die von den Kanaren kommen, angelaufen. Seit mehr als sieben Tagen beträgt die Inzidenzzahl dort mehr als 50 pro 100.000 Einwohnern.

Außerdem wird die Reisewarnung des Auswärtiges Amtes am 9. Januar auf ganz Irland ausgedehnt. Zuvor waren nur einzelne Regionen der Insel besonders ausgewiesen. “Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen wird derzeit gewarnt”, heißt es bei den Reise- und Sicherheitshinweisen zu Irland. Für Reisende aus diesen Risikogebieten gilt: Zurück in Deutschland müssen sie sich sofort nach Einreise in eine zehntägige Quarantäne begeben. Wer sich nach fünf Tagen testen lässt und ein negatives Ergebnis vorweisen kann, für den gilt eine verkürzte Quarantäne-Zeit.


Nachrichten von Dienstag, den 5. Januar

+++ Staat kann in großem Stil bei Reisekonzern Tui einsteigen +++

Der deutsche Staat kann sich nach der Lufthansa nun auch in größerem Umfang an dem Reisekonzern Tui beteiligen. Die Eigner des schwer von der Corona-Krise getroffenen Unternehmens stimmten am Dienstag mit großer Mehrheit einem entsprechenden Recht zum Umtausch von Vermögenseinlagen in Aktien zu. Damit ist der Weg für den Bund frei, mit insgesamt bis zu 25 Prozent plus einem Anteilsschein bei der Tui einzusteigen.

Das Unternehmen hatte seine Eigentümer zu einer außerordentlichen Hauptversammlung zusammengerufen, die wegen der Pandemie-Beschränkungen online ausgerichtet wurde. Dabei schufen die Aktionäre mehrheitlich die letzten formalen Voraussetzungen für eine größere staatliche Beteiligung.

Die EU-Kommission hatte zuvor am Montagabend in Brüssel erklärt, dass die wettbewerbsrechtlichen Rahmenbedingungen für bis zu 1,25 Milliarden Euro an deutschen Hilfen aus ihrer Sicht erfüllt sind. Im Einzelnen geht es dabei um eine stille Beteiligung an Tui von 420 Millionen Euro, die der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) laut Beschluss der Aktionäre nun in direkte Anteilsscheine umwandeln darf. Zudem umfasst das Paket eine ebenfalls wandelbare Anleihe im Wert von 150 Millionen Euro, für die bereits im Spätsommer die wesentlichen Bedingungen geklärt worden waren.

Hinzu kommt jetzt noch eine zweite, allerdings nicht wandelbare stille Beteiligung von bis zu 680 Millionen Euro. Die genaue Ausschöpfung dieses letzten Teils ist unter anderem abhängig davon, ob sich das Land Niedersachsen am Tui-Hauptsitz Hannover bereiterklärt, eine Summe von bis zu 400 Millionen Euro mit einer eigenen Garantie abzusichern.


+++ Hunger und Angst auf Mallorca: Corona-Hotspot droht harter Winter +++

Die Corona-Zahlen steigen auf Mallorca seit Wochen stark. Inzwischen sind sie so hoch wie sonst kaum wo in Spanien. Zugleich wachsen Arbeitslosigkeit, soziale Not und Hunger. Zuletzt kletterte die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen auf 530, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Wochenlang waren die Balearen unangefochten das Epizentrum der Pandemie in Spanien gewesen, am Montag wurden sie von Extremadura überholt. 

Auf Mallorca, wo die 14-Tage-Inzidenz nach jüngsten amtlichen Angaben sogar bei 608 lag, geht die Angst um. Der Winter könnte noch “heißer” werden als von Carbonero befürchtet. Man hat Angst vor einem Kollaps der Intensivstationen, die immer voller werden. “Wir erleben eine schreckliche Situation, die wir uns auch nicht in unseren schlimmsten Träumen hätten vorstellen können”, räumte Regionalpräsidentin Francina Armengol kurz vor Silvester ein.

Auf Mallorca, wo die 14-Tage-Inzidenz nach jüngsten amtlichen Angaben sogar bei 608 lag, geht die Angst um. Der Winter könnte noch “heißer” werden als von Carbonero befürchtet. Man hat Angst vor einem Kollaps der Intensivstationen, die immer voller werden. “Wir erleben eine schreckliche Situation, die wir uns auch nicht in unseren schlimmsten Träumen hätten vorstellen können”, räumte Regionalpräsidentin Francina Armengol kurz vor Silvester ein.


Nachrichten von Montag, den 4. Januar

+++ Oliver Pocher bittet Fans: Auf Urlaub in Corona-Pandemie verzichten +++

Ob Sonne tanken in Dubai oder Skifahren in Winterberg: Comedian Oliver Pocher hat in den sozialen Netzwerken seine Follower gebeten, derzeit auf solche Aktivitäten zu verzichten. “Leute… niemand hat etwas gegen Urlaub oder Schnee… auch ich war schon einmal im Skiurlaub oder auch in der Sonne und in Dubai… nur einfach sich nochmal ein paar Monate zurückhalten und seinen Egoismus hinten anstellen”, schreibt er. Und: Wer es doch tue, solle dies für sich behalten und nicht im Netz “zur Schau stellen”.

Unter dem Beitrag postete er ein Foto aus dem sonnigen Dubai und eines aus einem verschneiten Wald, mit kopierter Ortsmarke von Winterberg und dem Kommentar: “Gefühlt ganz Instagram zur Zeit.” In Winterberg in Nordrhein-Westfalen hatte es am Wochenende wie in anderen verschneiten deutschen Ausflugsgebieten einen Ansturm von Ausflüglern gegeben. In Winterberg gilt ein Betretungsverbot.

tib/AFP/DPA

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